Sechs Monate #Krieg in #Sudan und kein Ende in Sicht
"Als am 15. April 2023 in Sudans Hauptstadt Khartum Krieg ausbrach, hatten viele Einwohner noch die Hoffnung, dass der Konflikt sich schnell legen würde. Der Krieg zog sich aber durch den Sommer, in dem die Menschen glühende Hitze ohne Strom und fließendes Wasser überstehen mussten. Er zog sich auch durch die Regenzeit und die Überflutungen, die Tausenden ihre Häuser nahmen. Und er zog sich in viele weitere Gebiete Sudans.
Heute, nach sechs Monaten Krieg zwischen Sudans Armee SAF unter Führung von Staatspräsident Abdelfattah al-Burhan und der paramilitärischen RSF (Rapid Support Forces) unter Führung des ehemaligen Vizepräsidenten Mohamed Hamdan Dagalo, kurz Hemetti, befinden sich in Sudan laut UNHCR über 5,7 Millionen Menschen auf der Flucht – das Land hat 48 Millionen Einwohner. (...)
Dazu kommen die Folgen des Krieges. Zahlreiche Seuchen verbreiten sich seit April rasch, darunter Masern, Malaria, Denguefieber und Cholera. Gepaart mit dem landesweiten Mangel an Nahrungsmitteln und frischem Trinkwasser haben diese Krankheiten viele Opfer gefordert."