@AwetTesfaiesus So, bin durch damit.
Wenn ich es recht verstehe, dann hat Keynes wohl insofern Recht und die "ökonomische Frage" ist inzwischen gelöst als die Menschheit insgesamt genügend Subsistenzmittel produziert, um theoretisch das Überleben von jedermann/frau sichern zu können (wenn das denn stimmt). Er scheint davon auszugehen, dass im Zuge des Erreichens dieser Produktivität "ever larger and larger classes and groups of people" von wirtschaftlichen Nöten freigesetzt werden. Das scheint ja kaum eingetreten zu sein. Würde er sagen, na dann passiert das halt wohl etwas später, wenn die Produktivität 100 + X Prozent erreicht? Scheint mir fast so.
Die "soziale Frage" und die "ökologische Frage" sind aber nicht nur ungelöst, sondern von Keynes in ihrer Tragweite und in ihrer Verwicklung mit der ökonomischen Frage anscheinend völlig unterschätzt. Er übersieht (oder übergeht hier zumindest), wie die Zunahme des Wohlstands nur auf der Basis von Ausbeutung funktioniert.
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