1/ „taz: Herr Klüssendorf, die Koalition will die private Altersvorsorge stärker fördern. Menschen sollen für ihre Rente frühzeitig Aktien kaufen. Ist das endlich die Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivvermögen, wie Friedrich Merz im besten marxistischen Sinne verkündet hat?
Tim Klüssendorf: Es ist auf jeden Fall ein richtiger Schritt. Denn es ist eine Frage der Gerechtigkeit und verringert die Gefahr der Altersarmut, wenn wirklich alle besser fürs Alter versorgen können. Wir schaffen Anreize dafür, dass sich auch Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen während des Erwerbslebens am Kapitalmarkt etwas ansparen können. Das Ziel ist, dass man schon mit ein paar Euro pro Monat starten kann.“
Also warte mal. Die #SPD ist jetzt für die #Aktienrente? Ich dachte früher immer, das sei so eine #FDP-Idee. Jeder ist letztendlich doch für sich selbst verantwortlich. Auch dachte, ich das sei ein cleverer Trick, denn wenn alle beteiligt sind, am kapitalistischen System, dann wollen sie auch unbedingt, das was die Kapitalist*innen wollen: #ShareHolderValue und steigende Kurse und kurzfristige Profite.
Würden die Rentengelder von der Regierung verwaltet (auch die kann die Gelder anlegen und damit irgendetwas machen), wäre sichergestellt, dass es eine langfristige Strategie geben muss, die immun gegen extreme Kursschwankungen ist.
Mein Opa und sein Bruder waren in der SPD. Sein Bruder saß dann sogar im KZ. Ich glaube, die hatten andere Vorstellungen von Sozialdemokratie.
Übrigens gibt es auch jetzt schon #VermögenswirksameLeistungen und das geht auch mit Aktiendepots.
#Vwl