Lukas Theune, Rechtsanwalt und Strafverteidiger von Frau Klette zeigt anhand des vom LKA Niedersachsen geführten Ermittlungsverfahren auf, wie Ermittlungen bei großen Datenmengen in Zukunft geführt werden.
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12 Terabyte gesicherte Daten müssen ausgewertet werden.
Selbst der Server der Anklage war zu klein.
Der Plan ist mit sogenannter künstlicher Intelligenz "vorzufiltern", unklar ist ob am Ende der Server von BKA oder Cellebrite genutzt wurde.
Die Geschichte wird immer bizarrer - Es geht zum Dezernat 64. Die Verteidigung bekommt Scans der ausgedruckten Akten...
Das Programm von Cellebrite zur Auswertung wird der Verteidigung nicht zur Verfügung gestellt. Die Software wird aber nur an Behörden herausgegeben.
Schlagworte werden angenommen, um die Akten zu durchsuchen. Die Liste der Schlagworte ist mehrere Seiten lang.
Am Ende werden Aservate doch von Beamten einzeln ausgewertet.
Unklar ist, ob die Auswertungssoftware schon seit Jahren oder noch nie benutzt wurde.
Jetzt geht es um ein Einzelasservat:
Eine Fahrzeugplombe (Wegfahrsperre)
Eine FIN (Fahrzeugidentifikationsnummer)wird gefunden.
Eine Übereinstimmung zu einem Überfall in Osnabrück wird festgestellt.
Ohne eine automatisierte Analyse wäre das wohl nicht entdeckt worden.
Nach entlastenden Beweisen zu suchen, ist für die Verteidigung nicht möglich.