Ganz viel Drama auf einen Blick: Der »Distant-Reading Showcase«, zehn Jahre danach
Vor genau zehn Jahren haben wir den Versuch unternommen, einen Showcase für die literaturwissenschaftliche Netzwerkanalyse zu entwickeln, der die damals noch wenig bekannten (empirischen) Zugangsweisen und (quantitativen) Forschungsansätze der Digital Humanities buchstäblich veranschaulichen sollte. Ergebnis war ein Konferenzposter für die DHd2016 in Leipzig, auf dem vor allem Daten zu sehen waren. Es war explizit als Forschungsbeitrag gedacht, wurde mittlerweile über 8.500 Mal angesehen und knapp 2.000 Mal heruntergeladen. Neben Erwähnungen in wissenschaftlichen Publikationen gab es auch Auseinandersetzungen mit dem ästhetischen Schauwert einer solchen Darstellung anlässlich der Frage, wie man das inhärent Immaterielle der Literatur museal ausstellen könnte. Für die DHd2026 wollen wir ein medial und methodologisch reflektiertes, in Hinblick auf die Daten- und Infrastrukturgrundlage aktualisiertes »Reenactment« dieses Posters vornehmen.