Wenn das deutsche Politik ist und wenn diese Wahlergebnisse die logische Konsequenz aus deutscher Politik sind und wenn ein Leitmedien-Tableau in relevanten Teilen nicht in der Lage scheint, journalistische Machtkritik an deutscher Politik fortlaufend & substanziell anzubieten, dann [please insert].
@nadia_z Mir wird schlecht, wie häufig ich „sensationell“, „Triumph“ und andere Superlative im Zusammenhang mit der Wahl gestern in sogenannten seriösen Medien lesen muss. Es geifert überall.
Wenn seriöser Journalismus also Interesse am Erhalt der eigenen Branche (und weiteren Petitessen wie dem Erhalt der Demokratie) haben sollte, bedeutet das ab dem heutigen Tag zwangsläufig eine ebenfalls seriöse Auseinandersetzung über „Ganz normale Medien und ihr Beitrag zum Comeback des Faschismus“, so wie @leonido und ich sie auf der @republica beispielhaft umgesetzt haben:
@nadia_z @leonido @republica Danke, sehr interessanter Vortrag mit sehr guten Beispielen. Das sane-washing von Trump bei unseren öffentlich-rechtlichen ist mir schon immer ein Rätsel.
Videos sehe ich mir nur an, wenn sie ins Fediverse hochgeladen wurden – ich bin im Fediverse, weil ich mit Google (Youtube), Meta (Facebook, Insta), Tictok und so weiter nicht in Verbindung kommen möchte.
Und vielleicht ist jetzt ebenfalls der richtige Zeitpunkt gekommen, um das reflexhafte „Aber nicht alle Medien!“ stecken zu lassen und die automatisierte Abwehr gegen seriöse Medienkritik in den Kampf um den Erhalt der freien Presse zu wandeln - und jene sichtbar zu machen, die seit Jahren macht- und medienkritisch zu genau diesem Thema arbeiten.
@nadia_z
Vielleicht arbeiten viele schon an ihrem zukünftigen Status als Hofberichterstatter?
@nadia_z Das wäre ja zu viel Zumutung uns einfachen Bürgern gegenüber, die Normalisierer der Neonazis mal zu stellen.
Und die Opfer einer Gesellschaft, die sich zumehmend radikalisiert, bekommen null Screentime.
Der letzte halbwegs sinnvolle Beitrag, an den ich mich erinnern kann, drehte sich um Raumnahme, dass radikalisierte Dorfgemeinschaften in den Nachbardörfern "vorbeischauen" und Stimmung machen. Auf einem Spartensender. Zur Unzeit.