Womit freiberufliche Journalist*innen, gerade zu kämpfen haben:
>> KI-Konzerne, die ihre Arbeit gestohlen haben für ein Produkt, das den #Journalismus ersetzen soll
>> Verlage und Sender, die an allen Ecken und Enden sparen
>> Slapp-Klagen und andere Drohungen, um sie mundtot zu machen
Auch darum ist es gut, dass wir uns bei @riffreporter zur Genossenschaft zusammengeschlossen haben. Aber das funktioniert nur mit mehr Abonnent*innen. Jetzt zum selbstgewählten Preis: https://www.riffreporter.de/de/gesellschaft/riffreporter-abo-kampagne-selbstbestimmter-preis
@christianschwaegerl @riffreporter
Seht es positiv. Noch werdet ihr nicht öffentlich hingerichtet und ermordet ... noch nicht.
Ihr Wladimir Wladimirowitsch Putin
@christianschwaegerl
@riffreporter
Was viel zu sehr untergeht (und damit für sich und an sich Indiz ist): Demokratie benötigt gemeinsamen(!) öffentlichen Raum, in dem vernünftige, sachlich informierte Debatte und Meinungsbildung stattfindet.
Das haben die demokratisch gesinnten politisch-gesellschaftlichen Akteure komplett verschlafen.
Das Thema beschäftigt mich seit meiner Diplomarbeit, war schon vor 40 Jahren als kommendes Problem erkennbar.
@christianschwaegerl @riffreporter Die Punkte zwei und drei sind mir leider sehr geläufig. Den ersten verstehe ich als Freier beim ÖRR nicht wirklich. Die KI ruft ja (noch) nicht die Quellen an und wertet deren Antworten aus. Sie geht auch (noch) nicht zur PK oder verschafft sich bei anderweitigen Terminen und an für die Story relevanten Orten einen Eindruck. Wie können Ideen- und Inhaltsdiebe ohne diese Faktoren ein Journalismus-Surrogat herstellen?
@hettwolf @riffreporter Der Ersatz muss nicht unbedingt auf dem gleichen inhaltlichen Niveau (eigene Vor-Ort-Recherche stattfinden). KI-Konzerne haben ja erstmal fast das gesamte bestehende Internet eingesogen und schicken 24/7 ihre Crawler über alles, was zugänglich ist, um Daten für Modelltraining und dann auch aktuelle Antworten zu bekommen. Für Schaden am Journalismus reicht, wenn sich die Menschen mit dem begnügen, was daraus an Antworten entsteht und nicht mehr Quellen selbst ansteuern.
@hettwolf @riffreporter In dem Maß, wie die KI-Konzerne dem Journalismus (und anderen Quellen genuin menschlicher Inhalte wie Illustrationen usw) die ökonomische Grundlage entziehen, wird es aber auch für sie selbst schwierig, weil ihre Modelle dann zunehmend mit KI-Inhalten trainiert werden müssen. Ich glaube es war @chrisstoecker , der das mal “digitalen Rinderwahn” genannt hat. Worst case also lose-lose-Resultat.
@christianschwaegerl @riffreporter #Ksta in #Köln hat gerade die halbe Lokal #Redaktion rausgeworfen
@anpa2112 @riffreporter Brutal. Das Onlinegeschäft vieler Medien bricht ein, seit Google die KI-Antworten eingeführt hat und viele gar nicht mehr auf die Links gehen, die zu Medien führen. Bisher ist aus x solchen Klicks dann mal ein Abo geworden, das dann die Gehälter und Honorare mitfinanziert. Das ist ein zusätzlicher Stressfaktor.
@christianschwaegerl @anpa2112 @riffreporter diese SuchMaschinenTrefferSeiten sind voller tracking und Cookies. Und meist muß man durch künstlich aufgeblähte Artikel scrollen, bis vielleicht ganz unten mal die erhoffte Antwort steht. Dank KI muß ich mir das nicht mehr antun.
@Biggi91 @anpa2112 @riffreporter Problem ist nur, dass zumindest aus dem Journalismus die Antworten sukzessive wegfallen werden, wenn das so weitergeht. Die KI-Konzerne hätten ja wie für Energie, Strom von Anfang an für ihre wichtigste Zutat, die Inhalte, Lizenzgebühren bezahlen können. Sie könnten in Antworten auch Quellen attraktiv verlinken. Sie haben sich aber für systematischen Diebstahl entschieden und dafür, Quellen mehr oder weniger zu verstecken. Das kann im big picture nur schiefgehen.
@christianschwaegerl @riffreporter Es sollen zT KI generierte Artikel erstellt werden.
@anpa2112 @riffreporter Na super, die perfekte Abwärtsspirale. Wer soll für KI-Schund bezahlen?
@christianschwaegerl @riffreporter
Ich verstehe den Hintergrund und finde faire sowie gerechte Bezahlung in jedem Fall notwendig und sinnvoll. Von einem "selbstgewählten Preis" zu sprechen, ist aber in meinen Augen nicht die ganze Wahrheit. Wir sprechen hier, sofern ich keine Option übersehen habe, von einem wählbaren Mindestbetrag von 5€/Monat bzw. 60€/Jahr.
Bitte nicht falsch verstehen, aber unter einem selbst wählbaren Beitrag verstehe ich etwas anderes und auch 5€/Monat können für manche Mitmenschen zu teuer sein.
@r00tingcat @riffreporter Weil wir letzteres sehr gut verstehen, arbeiten wir seit Jahren intensiv mit Bibliotheken zusammen, die unser Angebot für die Nutzer*innen kostenlos zur Verfügung stellen. Bei einem beliebigen Preis würde ich glaube ich “frei” wählbar schreiben. Dass man bei uns ab dem jetzt verringerten Mindestpreis den Tarif selbst wählen kann, ist schon ein Maximum an Flexibilität.
@christianschwaegerl Bei unserer Bibliothek in Herne habe ich Euch noch nicht gefunden. Es gibt also noch weiße Flecken.
@Erika @r00tingcat @riffreporter Klar gibt es die. Aber wir würden uns über eine Nachfrage bei der Bibliothek freuen, die Bibliothekar*innen sind ja immer bemüht, nach Möglichkeit Wünsche zu erfüllen. https://www.riffreporter.de/de/abonnement-institutionen-mitarbeiter-hochschulen-bibliotheken