Eine Steuer von einen Cent pro ausgespieltem Short-Form-Video (Instagram Reels, TikTok, YT Shorts) würde mehr für die Demokratie und die mentale Gesundheit der Jugendlichen (und Erwachsenen) tun als alles was gerade angedacht ist.
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@tante
<sarkasmus>
Aber denk doch an die armen Influencer!
Die würden dann ja weniger Geld bekommen.
</sarkasmus>
@tante@tldr.nettime.org die großen Konzerne können sich das leisten, die Youtuberin und der Influencer am Anfang der Karriere nicht. Es würde nur noch Content geben, der von einem großen konzern kuratiert wurde. Ich vermute, das würde der demokratie sogar noch mehr schaden.
Bei YouTube bekommt ein erfolgreiches Video maximal 0,5 Cent je Ausspielung. Meist nur 0,1 Cent, die Erlöse würden deine Steuer also nicht ansatzweise decken. Es wird also keine Nischenprodukte von EnthusiastInnen mehr geben. Nur noch Mainstream von großen Medien, die sich das leisten können.
@holger @tante @Life_is viele Dinge werden "gesteuert"/besteuert: Alkohol, Zigaretten, bald vielleicht Zucker. Andere entscheiden, dass die Kokain-Industrie "sterben" soll. Du selbst bist dafür, Autos zu ächten: https://polente.de/2024/10/23/die-apokalypse-der-autos-eine-stadt-in-flammen-oder/
Ich glaube, für all das gibt es gute Gründe und nichts davon bedeutet das Ende der Welt.
Mir ging es um die Aussage, dass das Medium als Kunstformmweg soll und das ist einfach grenzwertig. Kunst ist nicht per se schlimm. Das Auto als Verbrenner schon in Städten als BEV auch. Kokain vielleicht auch.
Zu sagen es darf keine Shorts oder TikToks mehr geben, ist einfach nur auf einem Geschmack basiert. Wenn ich es nicht sehen will, beeinflusst es mich nicht und ich ignoriere es, das geht bei den von dir genannten Sachen nicht. 🤷
@tante@tldr.nettime.org
Ich mag den algorytmischen "for you" feed bei Loops. Ist aber ein anderer Algorytmus als bei tiktok. Und bislang in einer halben stunde durchgesehen.
@holger@hellinger.wtf @Schepp@mastodon.social
Niemand zwingt dich das anzugucken. Menschen haben einen freien Willen. Ich gucke die auch nicht. Will mir aber nicht anmaßen das meinem Nachbar zu verbieten. Ich mag auch die Oper nicht, aber will dafür nicht, dass mir meine Heavy Metal Konzerte untersagt werden. Wer anfängt Kunst und ihre Unterformen zu verbieten, ohne dass diese gegen Menschenrechte verstoßen, begibt sich auf schlimmes Terrain.
@Life_is die Plattformen müssen das zahlen. (Das Ziel ist, das Format, das nur auf algorithmischen Brainrot optimiert ist, zu zerstören)
@tante @Life_is Hübsche Idee, aber IMHO kaum realistisch. Mal abgesehen davon, dass man das durch eine lobbyverseuchte EU nicht durch bekäme, und auch davon, dass es juristisch angreifbar wäre, würdeste einen Shitstorm von so epischen Ausmaßen lostreten, dass die Montagsdemonstrationen von 89 wie ein laues Lüftchen mit leichtem Fekalaroma dagegen aussehen würden. Den Geist kriegen wir nicht zurück in die Flasche. Zumindest nicht so.
@tante@tldr.nettime.org Die Plattformen werden es aber den ContentCreatorn in Rechnung stellen.
@tante richtig. Und eigentlich, warum nicht?
@tante
Pro Video oder pro view? Die Werbeindustrie würde das sicher mitfinanzieren. Ok, diejenigen die dort Videos produzieren würden dann halt einen Cent pro Video mehr steuern zahlen müssen...
@agowa338 pro view. Plattformen müssen das zahlen.
@tante
Und von wem holen die sich das Geld wieder?
Ist genauso wie zu sagen der Vermieter muss etwas bezahlen.
@otte_homan @agowa338 klar. Algorithmischen Brainrot so teuer machen, dass der nicht mehr stattfindet