Dass diese beiden Positionen - einerseits: pseudonyme
Meinungsäußerung im Internet hat unschöne Folgen, andererseits: das
Sammeln und Veröffentlichen von persönlichen Daten im Internet ist
ein Problem - so einträchtig und unverbunden nebeneinander stehen
können, ist symptomatisch für die analytische Tiefe, mit der in
Deutschland bis heute über das Netz und seine Folgen gesprochen wird.
Tatsächlich sind Facebook und sein Konkurrent Google+ theoretisch die
stärksten Verbündeten all der Anonymitätsbesorgten da draußen. Weil
sie ihre Nutzer (wenigstens theoretisch) dazu zwingen wollen, sich mit
vollem Namen zu melden, bevor sie sich äußern. Ohne Anonymität
aber geht im Internet die Privatsphäre flöten.