Ellenlanger Rant-Thread hier wie Scheiße Spektrum ist, weil man da bezahlen muss. 🙄 OK.
Und ganz ehrlich, niemand, wirklich niemand glaubt euch, dass "es euch nicht darum geht, alles kostenlos zu kriegen".
Wenn das stimmte, wäre die Situation heute nicht, wie sie eben ist.
Post
@Fischblog mitnahmementalität verbrämt als informations-kommunismus. dass journalisten auch bezahlt werden wollen, was schwierig wird, will man nicht von werbepartnern und deren gunst gänzlich abhängig sein, scheinen einige zu vergessen.
unabhängiger, menschengemachter qualitätsjournalismus kostet wie bspw. auch regional produzierte, qualitativ hochwertige lebensmittel kosten. und wie da folgt daraus auch die problematik, dass finanziell schlecht aufgestellte menschen vom konsum...
@Fischblog Hab ich Abos, nein! Will ich trotzdem gerne Dinge lesen? Ja!
Ich versuche (grundsätzlich) eher weniger zu meckern, tut so etwas doch eher selten gut (weder mir noch anderen).
Ahbär — als Feedback, nicht als Meckerei gemeint: Mein Verhalten bei interessant mir klingenden Artikeln ist gegenwärtig oft dergestalt, dass ich mit einem "Oh neh, Spektrum!" den beabsichtigten Klick bleiben lasse, weil zu großer Aufwand für bisweilen eher maue Ergebnisse dann. (1/2)
@Fischblog Bin ich mit schuld daran, da keine Abos abschließe? Vielleicht. Aber wenn (vielleicht nicht nur) ich Spektrum-Artikel inzwischen oft halt gar nicht mehr anklicke … hat auch niemand dann was davon, oder? Darum (nochmals: als Feedback das, nicht als Meckerei) hier mein Gedanke nun, dass, wer auch immer "die Schuld daran" hat der momentane Weg möglicherweise kein guter (sprich wohl verdientes Geld für geleistete Arbeit in die Kassen spülender Welcher) möglicherweise ist (2/2)
@ojelabii Ich kenn den Song: Ich würd ja bezahlen wenn irgendwas irgendwie anders etc.
Aber das stimmt schlicht nicht. Der Kern der Sache ist, dass zu wenig Leute zu wenig Geld für Journalismus zu zahlen bereit sind.
@Fischblog @ojelabii Ich zahle für die öffentlich-rechtlichen gerne. Allerdings sollten die unabhängiger sein und sich stärker auf Journalismus konzentrieren.
@Fischblog
Ich glaube fast ich hab nen Teil der Diskussion verpasst. Die meisten sind nur genervt von
„Werbung oder Abo“ - „hmmm, okay, weil Ich Euch so gerne habe ausnahmsweise mal Werbung zulassen“ - …Werbung wird zugelassen… - „ätsch, doch nicht“.
Ich übrigens auch. Und „ich will umsonst haben“ zählt hier nicht, Spektrum ist eine der wenigen Zeitschriften der ich seit Jahrzehnten treu bin. Eigentlich die einzige.
@ojelabii
@Fischblog @theVedek @ojelabii
"Ich vermute, das ist ein Fehler" - der zieht sich dann aber duch sehr viele Medien.
Oh jeh, nein. Kannst ja nix dafür was Dein Arbeitgeber da an technischem Unsinn macht, und nein, es ist nicht Dein Job das weiterzugeben. Nicht Dein Zirkus nicht Deine Affen.
Ich fand das hier recht gut, guckt auf beide Seiten und die Mechanismen dahinter.
https://www.jamesrball.com/p/so-youve-decided-to-complain-about
Nicht so doll ärgern. Mein Bier - nicht mein Bier. 😊 Ok. Bei Dir eher Whiskey.
@Fischblog
Klingst auf jeden Fall ziemlich frustriert. 😟
Verstehe ich voll. Bringt trotzdem nix. 😔
@Fischblog • DAS Lied wollt ich auch nicht singen. Darum meinte ich ja, dass ich ev. mit Schuld an der Entwicklung bin.
• Dass Abosysteme für mich nicht funktionieren hat andere (private) Gründe, die keine Rolle hier spielen sollten.
• Dass Ich etwas abonnieren würde, wenn es nur gut genug wäre, wollte ich nirgends hier gesagt haben.
• Nur: so, WIE es grad läuft, hat Spektrum.de halt auch eher nichts von mir, weil ich die Seite nun häufig einfach ganz meide, also auch so keinen Erlös bringe.🤷
@ojelabii Ja, aber es ist ja auch egal, warum es im Einzelfall nicht funktioniert. Wenn zu wenig Geld in den Journalismus fließt, wird kein noch so kreatives Modell verhindern, dass die Branche kollabiert. Bei den Lokalzeitungen ist das schon passiert.
@Fischblog Moin, »Ja, aber es ist ja auch egal, warum es im Einzelfall nicht funktioniert.« — Da ich nicht wusstr, dass andere Modelle nicht funktionieren werden, wollte ich nur informieren, dass die aktuelle Version halt irgendwie nicht rund läuft. Falls kein andere Option funktionieren wird, dann ist das in der Tat egal und mein Kommentar auch nutzlos, ja. — Sorry!
»Ankacken« wollte ich dich aber nicht und hab m. W. auch erst auf obigen Post von dir reagierend, dich dann hier adressiert!? 🙁
@Fischblog
Ich zahle sogar für Journalismus, den ich kaum konsumiere, z.B. die @tazgetroete@mastodon.social-Zeitung kommt einfach nie an. :)
Aber der Kostendruck auf den Journalismus ist unabhängig von dem was die User bezahlen. Die Zahlung setzt nur eine Obergrenze für die Qualität, leider keinen Mindeststandard. Zu viele Verlage (Spektrum kenne ich nicht so) hauen einfach schlechte Artikel raus. Dafür will ich nicht zahlen.
@ojelabii
@lostgen mein take: Nachrichten sind (überwiegend) Infrastruktur. In Infrastruktur funktioniert Wettbewerb quasi nie. Meist gibt es einen Qualitäts-Wettbewerb nach unten. Dienstleistung wird immer schlechter, Kundenservice ebenfalls. Fluggesellschaften, Paketdienste, etc. sind gute Beispiele. Wenige, einigermaßen gut regulierte Anbieter wären ein möglicher Ausweg.
Aber wegen „Staatsferne“ beginnt die Diskussion erst gar nicht.
@Fischblog @ojelabii
@Fischblog
Wir definitiv brauchen eine Art Grundeinkommen für Journalismus. Bei anderer Infrastruktur würde ich nach einem staatlichen Akteur rufen, aber bei Journalismus scheint das ja auch keine gute Idee zu sein.
@egghat @ojelabii
@lostgen
Man könnte ja eine Journalismusanstalt gründen, die von einem Rat kontrolliert wird, der mit Vertretern der Zivilgesellschaft besetzt ist. Finanziert werden könnte er durch eine Haushaltsabgabe, so dass sich keiner entziehen kann. Die Höhe der Haushaltsabgabe könnte von einer unabhängigen Kommission festgelegt werden.
@Fischblog @egghat @ojelabii
@huehnerhof2
Vielleicht könnte man auch Journalisten abstimmen lassen welches Medium Journalismus ist. Nur Menschen. Jeder eine Stimme egal wie erfolgreich er/sie ist. Alles was (inländischer) Journalismus ist, bekommt staatliche Förderung von der man auch leben kann. Die Menschen bekommen das Geld, nicht Firmen.
@Fischblog @egghat @ojelabii
@lostgen @huehnerhof2 @egghat @ojelabii
Es wäre natürlich total wünschenswert, wenn man auf diese Weise Freie fördert. Das löst aber nicht das Problem, dass die Medien verschwinden, in denen die Freien publizieren.
@Fischblog
Jein. Deren Kosten würden runter gehen, weil die Mitarbeiter weniger extra-Geld von ihnen brauchen.
@huehnerhof2 @egghat @ojelabii
@lostgen @huehnerhof2 @egghat @ojelabii
Naja, aber wenn man so argumentiert, wäre dann ja auch wieder ne reine Quersubventionierung, weil die Freien das gleiche kriegen, nur dann eben aus ner zusätzlichen Quelle.
@Fischblog In dem Thread, den ich gesehen habe, ging es NICHT darum, kostenlos Spektrum-Artikel haben zu wollen.
Es ging darum, einen Artikel lesen zu wollen und dabei entweder Werbung oder Abo aufgezwungen zu bekommen – und wenn man Werbung wählt, bekommt man den Artikel nicht, wie ursprünglich versprochen.
Der OP des Threads hat selber eine Möglichkeit gefordert, für den einzelnen Artikel zu bezahlen.
Tatsächlich habe ich (OP) nicht die Möglichkeit gefordert, für einzelne Artikel zu bezahlen.
Das kam in der Diskussion mehrfach auf, und klar, mir würde das gefallen, aber ich glaube nicht, dass das wirklich funktioniert.
Ich kann damit leben, auch mal was nicht zu lesen, und ja, ich habe auch immer wieder Abos gehabt. Aktuell tatsächlich nur TAZ, einfach weil ich arbeitslos und pleite bin.
Nur verarscht werden, will ich nicht.
Tatsächlich sind die verschiedenen Online-Magazine Überbleibsel aus dem Papier-Zeitalter und bis jetzt hat, glaube ich, noch niemand ein nachhaltiges Geschäftsmodell für Qualitätsjournalismus im Internet gefunden.
Das ist fatal, aber auf der anderen Seite auch seltsam, weil wir ja insgesamt gar nicht weniger Geld für Medienkonsum ausgeben als früher.
@mina @nik das wurde umverteilt. Heute ist das überwiegend Streaming und Audio. Für Journalismus im engeren Sinne bleibt nur noch n kleiner Teil, und grad online abonniert kaum noch wer. Der ganze Paywall-Ärger, Werbetracking etc sind Nebenwirkungen der ganzen Krise. Journalistische Medien versuchen einfach irgendwie den Kopf über Wasser zu halten.
Natürlich ist das ne Todesspirale, wenn man sich die UX derart zerschießt. Aber wenn man's nicht tut, kommt noch weniger rein.
@nik Das ist reine Augenwischerei. Der Wunsch ist, Zugang äquivalent zu 50 Abos zu haben, aber dafür nicht zu zahlen. Und das funktioniert nicht.
@Fischblog ah spannend, dass dich nervt, dass sich Leute nicht doppelt ausnehmen lassen. Vor nicht allzu langer Zeit galt mal noch: entweder mit Daten bezahlen oder mit Geld. Dass ihr beides haben wollt, sollte man dann bitte auch do kenntlich machen. Verstehe die Leute, die angepisst sind. Entscheidet euch halt für eine Bezahlvariante, aber bitte nicht erst die Daten für die über 200 Werbepartner abgreifen und dann nochmal bezahlen lassen für den Artikel selbst. Entweder die Werbepartner oder ihr. 🤷♀️
@nik
„Der Wunsch ist, Zugang äquivalent zu 50 Abos zu haben, aber dafür nicht zu zahlen.“
Kannst du das aus dem Thread belegen?
Nichts gegen unbewiesene Behauptungen, nur würde ich es dann gerne als solche einsortieren.
@Fischblog @nik Der Wunsch ist, nicht verarscht zu werden. Käme statt der Tracking-Abfrage direkt der Hinweis "Nur für Abonnent*en", wäre das ehrlich und man hätte nicht den Eindruck, Spektrum wolle uns mit irreführenden Formulierungen einen Tracking-Consent unterzujubeln.
@Fischblog @nik Ich grätsche da mal rein (weil ich seit Anfang der 80er ein Abo habe und ich somit garantiert nicht der „umsonst-will“ Typ bin. Wenn ich für einen Artikel zahle, will ich den lesen wie ich eine gekaufte Zeitschrift. Da ist durchaus mal Werbung drin, aber a) leicht überblätterbar und b) ohne Tracking.
Ich zahle entweder mit Geld oder mit Daten, aber nicht mit beidem.
@Fischblog @nik aber das ist doch nun ein leicht arrogantes bzw. wohlstandsverwahrlostes, nicht?
Klar, gibt keine Lösung und nur die Wahl zwischen beschissen und beschissen.
@funbaker @nik
Naja, man könnte einfach wie früher n Nachrichtenmedium plus ein, zwei persönliche Favoriten abonnieren.
Es gibt ne Lösung, die sich ganz natürlich einstellen wird: ein paar wenige Medien haben genug Abos zum Überleben, der Rest verschwindet und wird durch KI-Zusammenfassungen ersetzt.
Pluspunkt: die sind dann ohne Paywall.
@Fischblog @nik die Regeln des Marktes muten natürlich an, sind aber gleichzeitig ziemlich menschengemachter Unfug.
"So wie früher" ist leider keine Lösung.
Es ist bereits mit freier Verfügbarkeit von Informationen schon schwer genug, der Verbreitung von Unsinn entgegenzuwirken. Mich überzeugt keine der Lösungen, die dies irgendwie einschränken.
@Fischblog 'Es geht nicht darum, alles kostenlos zu bekommen, ICHWILLDAFÜRNURNICHTZAHLEN!'
Ich glaube nicht, dass deren Hauptfach Logik war.
@Fischblog Ich klick da ebenfalls nicht mehr drauf. Und ich habe einige Abos, bin also eher Bezahl-Mensch. Aber diese Tracking-Flut ist einfach unzumutbar. Ich kann verstehen, dass da Leute echt genervt sind und ranten. Da kann der Content noch so toll sein.
@Fischblog ePaper lese ich in der OnLeihe.
Ganz ehrlich: Selbst mit Digitalabo ist die Werbung bei Spektrum nerviger als auf anderen Seiten. Auf dem Smartphone ständig Popups weg zu drücken nervt. Mir vergeht da wirklich die Lust aufs Lesen.
@Fischblog Bidsie verkehrt, find. Auch wenn ich sovirl wie möglivh kostenlos haben will, besonders Wissen! 🤣
Klar, sind kapitale Bedingungen und Ypektrum muss von was leven. Aber he, bissie ungeschickt. Macht die Artikel frei, wo es geht, und bei den andern dranschreiben. Ihr seid wichtig. Und denke, das geht schon klar. Falls es um Schutz vor dieser Drecks KI Content Raub Maschine geht (Nur meine Vermutung und im Wiss3nschaftbeteich besonders brutal) dann schreibt das doch.
@Fischblog Vor gefühlt 50 Jahren florierte mal die Idee einer Kultur-Flat die alle bezahlen, um dann die Einnahmen unter nach einem bestimmten (supergerechten) Mechanismus zu verteilen. Aber dann kam personalierte Werbung und alle Verlage so "Juhu lass dass machen" und alle Leser:innen so "Juhu das ist bestimmt soo umsonst wie nix, is mir egal was das für Folgen hat" und alle anderen so "tödödö".
Wenn es wieder Publikationen gibt, die gegen Geld und ohne Cookies zu haben sind, ist das super!
@maumau @Fischblog Und jetzt ist es halt so, dass man unmöglich alle Abos bezahlen kann, die man bräuchte, um eine gemeinsame journalistische Öffentlichkeit zu haben, also lesen wir halt das, was ohne Paywall geht (oder wo wir wissen wie man drum rumkommt).
Zumal die zum Teil einfach so aberwitzig teuer sind .... 🤣
Verzockt haben das aber IMHO ganz eindeutig die Verlage, aus Gier. 🤷♂️
@Fischblog @frank Dürfte ich mich als Moderation anbieten oder bin ich schon voreingenommen?
@Fischblog @maumau Hmm. Ne ich glaub nicht, dass ich wirklich weiß, was dich daran jetzt stört.Aber ich beklag mich auch nicht ernsthaft. Es ist, wies ist, für eine Kulturflatrate (oder wie immer man das auch nennen mag) hätte ich gerne bezahlt, bei jeder Publikation zu schauen, wie ich da bezahlen kann ist mir letztlich einfach zu blöd. Wenn ich vor ne Playwall lauf les ichs halt nicht 🤷♂️
@Fischblog Ich weiß ja nicht, welchen ellenlangen Thread du gelesen hast,
aber den den ich kenne:
"Werbung oder Abo?"
"Ok, dann Werbung"
Drei Absätze;
"Bitte Abo zum weiterlesen."
So etwas lässt mich zumindest verwirrt zurück.