Ellenlanger Rant-Thread hier wie Scheiße Spektrum ist, weil man da bezahlen muss. 🙄 OK.
Und ganz ehrlich, niemand, wirklich niemand glaubt euch, dass "es euch nicht darum geht, alles kostenlos zu kriegen".
Wenn das stimmte, wäre die Situation heute nicht, wie sie eben ist.
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Ich schiebe das mal ganz vorsichtig ins Blickfeld von @brembs und @laborjournal
(nachdem ich hier auch einige Kommentare gelesen habe und auch keine wurklich gute Lösung weiss)...
@Lars: Ich weiss auch nicht, ob es wirklich gut ist, da allein Rede & Antwort stehen zu müssen...
@Regez @Fischblog @laborjournal
Spektrum publiziert ja keine originären Forschungsergebnisse mit öffentlich Angestellten Forschenden als Primärliteratur, sondern veröffentlicht Sekundärliterarur. In diesem Fall sind ja nicht nahezu alle Beteiligten öffentlich finanziert, meist eher im Gegenteil. Folglich kann es ja gar nicht gegen, hier Material ohne Kompensation zur Verfügung zu stellen. Wie sollte sich das tragen?
@Regez @Fischblog @laborjournal
Hier greift eher das Dilemma, das jedwedem Journalismus seit gut 30 Jahren zu schaffen macht: wie kann man journalistische Arbeit fair und langfristig haltbar vergüten?
Ich persönlich finde unsere öffentlich rechtliche Lösung da schon einen wichtigen, aber nicht hinreichenden Baustein.
Es wäre klasse, wenn dazu noch eine Möglichkeit dazu käme, jenseits von Abonnements konsumierte Artikel/Clips nach Gebrauch in Rechnung zu stellen.
@Regez @Fischblog @laborjournal
Vor vielen Jahren hat Der Spiegel so etwas mal probiert, lief aber offensichtlich nicht so gut. Ich fand es damals klasse, und hoffte, das sich das breit durchsetzen würde, denn heute mehr denn je sollte auch dem/der letzten klar geworden sein, wie wertvoll professioneller Journalismus ist.
Gleichzeitig ist es weder durchführbar noch sinnvoll, dass alle jetzt alle Zeitungen und Zeitschriften in denen man evtl. mal einen Artikel lesen würde gleich abonniert.
@Regez @Fischblog @laborjournal
Hier muss es jetzt, nach über 30 Jahren mit dem gleichen Problem, endlich mal eine Lösung geben, würde ich hoffen.
Ich persönlich bin mehr als gerne bereit für das zu zahlen, was ich lese, aber ich bin nicht bereit, für jeden 5-Minuten Artikel, 15 Minuten für Kontoerstellung und Bezahlvariante zu investieren.
@brembs @Regez @laborjournal
Es gibt keine Lösung für das Kernproblem, dass das, was das Publikum bereit ist, für Journalismus zu zahlen, nicht reicht, um Journalismus im aktuellen Ausmaß zu finanzieren. Egal welche technische Lösung man sich da ausdenkt.
Das heißt, es wird mittelfristig ein neues Gleichgewicht mit sehr viel weniger Angeboten geben, die vermutlich alle im hochpreisigen Abo-Segment liegen werden. Und eben frei zugänglichen AI-Slop.
@Fischblog @brembs @Regez @laborjournal bzw. das Publikum was bereit ist zu zahlen wenn es "kostenlose Alternativen" gibt die low-quality slop etc. sind, da fehlt glaube ich das Problembewusstsein bei vielen.
@Fischblog @Regez @laborjournal
Wäre sehr traurig, wenn das tatsächlich der Fall wäre:
"das, was das Publikum bereit ist, für Journalismus zu zahlen, nicht reicht, um Journalismus im aktuellen Ausmaß zu finanzieren."
Ich hätte mir eigentlich schon vorstellen können, dass es bei einer guten technischen Lösung durchaus ausreichend finanzielles Potential geben könnte, aber ich bin da kein Experte.
Würde sehr hoffen, dass sich das nicht bewahrheitet.
@brembs @Regez @laborjournal
Dagegen spricht, dass das unkomplizierte, niedrigschwellige und bewährte Format Printmaganzin grad ziemlich mit dem Bauch nach oben schwimmt. Und es ist ja nachgewiesen, dass nahezu alle Generationen weniger lesen. Entsprechend sinkt die Wertschätzung und damit das Budget.
Wie ich immer sage: Es gibt keine technischen Lösungen für soziale Probleme.
@Fischblog @Regez @laborjournal
Ich kann nur von mir reden. Ich würde gerne das, was ich lese auch bezahlen. Das einzige, was mir fehlt, ist eine gschmeidige Weise das zu tun. Gut möglich, dass es nicht genug Leser*Innen wie mich gibt, ich würde aber hoffen, dass das nicht stimmt.
Gibt es da Studien/Umfragen zu?
@Fischblog @Regez @laborjournal
Ich kann nur von mir reden. Ich würde gerne das, was ich lese auch bezahlen. Das einzige, was mir fehlt, ist eine gschmeidige Weise das zu tun. Gut möglich, dass es nicht genug Leser*Innen wie mich gibt, ich würde aber hoffen, dass das nicht stimmt.
Gibt es da Studien/Umfragen zu?
Garantiert. Sowas wird ja seit Ewigkeiten diskutiert und auch versucht. Ich gehe davon aus, dass das alles hinlänglich dokumentiert ist.
@Fischblog
Ich kreise noch zusätzlich um die Frage, warum Forschungsvorhaben grundsätzlich förderbar, die Distributoren aber davon ausgenommen sind? Und ja, wenn vielerorts der Rotstift geschwungen wird, ist das auch nicht mehr verlässlich...KI "nur" zu regulieren reicht vllt nicht aus - der nachhaltige und auch niederschwellige Zugang zu Wissenschaftserkenntnissen hat m.E. auch zivilgesellschaftliche Auswirkungen...
* Flinte & Korn mag ich alledem noch nicht geben...
@brembs
Wie gut auch ein zeitlich begrenztes, gemeinsames (aufgestocktes) Probe-Abo-Modell bspw. mit @riffreporter
u./o. @Krautreporter laufen würde, kann ich so gar nicht einschätzen (das können nur die Verantwortlichen beurteilen)...ich machen mir auch Sorgen um die verständlich aufbereitete Wissenschaftskommunikation, wenn jeder, nur auf sich allein gestellt, künftig um den weiteren Fortbestand kämpft...
@Fischblog war jetzt nur mal ins Blaue (und nicht konkreter) gedacht..
Mich ärgert maßlos, dass man ZUERST allem zustimmen muss, um DANACH (nach Anlicken der Zustimmung) zu erfahren, dass der Artikel, den man lesen will, hinter einer Paywall ist.
Nicht die Paywall selber ärgert mich. Für die hab ich Verständnis.
@Fischblog ich drücke das mal eher unkonventionell aus: Ich habe dieses Profilbild nicht, weil ich auf alte Männer stehen würde.
Wäre doch toll, wenn Druckerzeugnisse jeder Art auf so eine utopische Welt stärker hindrängen würden.
@Fischblog Danke für die Erinnerung daran, dass ich ja ein Spektrum-Abo habe.
Bei meinem letzten Versuch – ist schon eine Weile her – war das Lesen (der Artikel auf der Website) trotz Abo mit reichlich Hindernissen behaftet. Aber jetzt geht das ganz komfortabel.
@Fischblog Was ich als jemand, der gerne für guten Journalismus zahlt, etwas schwierig finde, ist, dass alle Paywalls mit Abos arbeiten. So gerne ich es täte, aber ich kann mir nicht fünfzig Abos leisten, nur um bei jedem Magazin eine kleine Zahl von Artikeln im Monat zu lesen. (Ich kann mir auch nicht mehr Zeit für mehr Artikel leisten.) Ich würde es begrüßen, wenn es entweder sehr einfachen Einzelkauf gäbe (EIN Klick, überall gleich) oder eine Flatrate für eine gute Auswahl von Publikationen.
@ujay68 Beides versucht worden, haben zu wenig Leute gekauft. Aber ist auch klar, dass das nicht funktionieren wird. Du verlangst, lesen zu können als hättest du 50 Abos, aber willst die nicht bezahlen. 🤷♀️
@Fischblog 50 Abos kann kein Mensch lesen, und sowas dürfte natürlich Limits haben, täglich, monatlich, pro Magazin. Aber mir ist auch klar, dass das ein Anspruch auf eine Art Cherry-Picking ist, und dass sich Magazine und Publikationen nicht leisten können, dass die Leute nur ihre wenigen großen Stories lesen. Andererseits würde sowas vielleicht eine sehr viel größere Gruppe von Abonnent:innen anziehen (kleineres Stück vom größeren Kuchen und so)? Ich kenne viele, die sowas machen würden.
@ujay68 Du kennst viele Leute, die sagen, dass sie sowas kaufen würden. Etwa anlog zu den Tierwohl-Labeln. Wurde ja probiert. Will halt nur keiner wissen, wie das ausgegangen ist.
@Fischblog Also in meinen Kreisen schert sich tatsächlich niemand um Tierwohl-Label: Die meisten sind vegetarisch und kaufen bio. 😉 Daher hätte ich etwas Hoffnung. Aber ich sehe und verstehe, dass du in dieser Sache etwas verbittert bist?
@ujay68 Nö, ich bin nicht verbittert.
Ich nehm das Gelaber nur nicht mehr ernst, weil das schon diverse male probiert wurde und alle Systeme daran scheitern, dass zu wenig Leute bezahlen.
Dass jetzt Leute ankommen und behaupten, sie zahlen nicht, weil die Technik so nervig o.ä ist, ist einfach albern.
@Fischblog Du wirfst MIR Albernheit vor? Schade. Wo wurde das probiert? Es gab mal eine Art News-Flatrate. Was dort albern war, war das Sortiment, überwiegend Boulevard-Magazine. Und sorry, aber die Technik ist oft nervig. Und zwar sehr. (Vielleicht nicht bei euch. Ausnahme?) Zum Beispiel bei der StZ (sorry to shame), einige derjenigen, die ich abonniert habe. Die kriegen es seit Jahren nicht hin, dass man sich nicht 3x am Tag neu einloggen und dann Xx reloaden muss. Albern.
@ujay68
Glaub das letzte Angebot, das die Biege gemacht hat, war Blendle. Aber gab auch ganze Medien, die single pay für Artikel probiert haben. Die Leute, die's versucht hben, haben bis heute hohe Schulden.
Unsere Technik ist auch extrem nervig, keine Frage. Ich weiß nicht warum es nicht geht. Ich abonniere englischsprachige Zeitungen, da gehts auch. Aber ändern würds nix.
@Fischblog @voebb geht weltweit xD
Ich dachte es ging um die Kombination aus Cookie-Banner, und dann ist es trotzdem ein Bezahl-Artikel.