Da ich gestern auch auf #SelfHosting angesprochen wurde...
Nicht jeder hat die Möglichkeit oder das Interesse an SelfHosting. Aber wenn man es "kann" und sich ein wenig unabhängiger machen möchte - es gibt viele Möglichkeiten!
Kleines persönliches Beispiel von mir:
Angefangen hatte ich mit einem ausgedienten Raspberry, auf der ich Nextcloud installierte. Mittlerweile - mit mehreren Zwischenstationen - steht bei mir daheim mit allen selbstgehosteten Diensten ein ausgedienter, gebrauchter Lenovo ThinkCentre, den ich letztes Jahr geschenkt bekommen hatte. Da wir noch eine dazu passende CPU hatten, bekam der ThinkCentre ein feines Upgrade auf einen i7. 😁
Darauf installiert ist Debian in der Minimal-Konfiguration und - weil ich es mir einfach machen wollte - Docker. Darüber habe ich u.a. installiert:
- #BookStack (dient mir als mein persönliches Server-Verwaltungs-Logbuch)
- #Glance (Dashboard)
- #Heimdall (Dashboard)
- #Homarr (Dashboard)
- #Immich (Foto-Verwaltung und Backup, ähnlich Google Photos)
- #Jellyfin (Media Center)
- #Joplin (Umfangreiche Notizen-App)
- #Linkwarden (Bookmark-Verwaltung)
- #Mealie (Rezepte-Verwaltung)
- #OpenCloud (Backup-Cloud für Dateien aller Art, inkl. selbsgehosteten Office, Markdown und mehr)
- #Organizr (Dashboard)
- #SearXNG (Umfangreiche Suchmaschine)
- #Vaultwarden (Passwort-Verwaltung)
- #WordPress (Blogging-Software)
Zusätzlich werkelt darauf auch noch eine #Nextcloud, allerdings nicht über Docker installiert. Ein #Minecraft-Server ist darauf ebenfalls installiert sowie ein #Emulator zum zocken. 😎
Das alles nutze ich mal mehr, mal weniger.
Gerade bezüglich der Suchmaschine SearXNG war ich erst echt skeptisch. Aber ich nutze diese nun schon über ein Jahr und bin sehr, sehr zufrieden damit. Die Ergebnisse sind nicht - wie bei Google z.B. - voll mit zusammengefassten KI-Ergebnissen, die kein Mensch sehen möchte, sondern mit "echten" Ergebnissen.
Meine Fotos landen allesamt bei Immich - eine wundervolle Software, die ich gerne nutze. Auch die OpenCloud, deren Anfänge ich miterleben durfte, hat sich sehr etabliert und ist für meine gesamten Daten absolute Nummer 1 bei mir, da sie schnell und zügig lädt und Collabora Online als #selbstgehostete #Office-Lösung integriert hat.
Auch Bookstack finde ich super nützlich. Wenn ich Änderungen an der Konfiguration der Server vornehme, trage ich diese Änderungen mit Datum und Uhrzeit hier ein und kann später so nachsehen, was ich wann geändert habe. Ebenso habe ich mir in Bookstack Anleitungen hinterlegt, tägliche Checks, die ich auf den Servern durchführe und weitere Dinge, die ich einfach nur schnell per Copy & Paste ins Terminal einfügen kann.
Am Lenovo ThinkCentre angeschlossen habe ich 3 2,5 Zoll HDDs.
Thema Sicherheit: Das alles ist nur für mich in meinem lokalen Netzwerk erreichbar. Ausschließlich. Zusätzlich ist der Login abgesichert mittels #Yubikey (ein kleiner, physischer Hardware-Sicherheitsschlüssel).
Trotz all dieser Maßnahmen bin ich nach wie vor noch an einige Dinge gebunden. So nutze ich z.B. Proton. Auch habe ich meine persönliche Daten an mehreren Stellen als Backup hinterlegt, auch online, nicht nur bei mir selbstgehostet daheim.
Wer technisches Interesse und Verständnis hat, kann also auch diesen Schritt gehen und ein wenig unabhängiger werden, um von Google und Co. wegzukommen.
Und wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann natürlich auch seine ganz eigenes Mastodon, Friendica o.ä. auf seinem Heimserver installieren - auch das ist gut umsetzbar. So kann man sich noch einen Schritt unabhängiger machen. Die Möglichkeiten, digital unabhängiger zu werden sind groß - man muss es nur umsetzen! 😉
#UnfollowBigTech, #DIDit, #DUTgemacht, #DIDAY, #UnplugBigTech