VCÖ FORDERT MASSNAHMEN BH prüft nach Unfall mit Kinderwagen erneut Tempo 70 Nachdem ein Pkw einen Kinderwagen touchierte, fordern Anwohner in Neuhaus am Klausenbach ein Tempolimit von 70 km/h auf der L 256. BH Jennersdorf prüft das Anliegen erneut. Im Bezirk Jennersdorf (Burgenland) sorgt die Causa um einen Unfall an der L 256 in Neuhaus am Klausenbach für Aufregung. Die 22-jährige Anika Tonweber war mit ihrem Baby im Kinderwagen spazieren, als sie ein Pkw frontal touchierte. Der Lenker beging Fahrerflucht, Mutter und Kind sind wohlauf. Die Familie und ihre Nachbarn nahmen den Schockmoment allerdings zum Anlass, um erneut für Tempo 70 im Bereich ihrer Häuser und Betriebsausfahrten zu plädieren. Seit Jahren setzen sie sich dafür ein, seitens der Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf gab es dazu bisher Absagen. Auf Basis eines Gutachtens, das im Beobachtungszeitraum zu wenige Unfälle und zu wenige Geschwindigkeitsüberschreitungen zählt, lehnte man zuletzt im Jahr 2023 einen Antrag ab. Für den VCÖ ist das inakzeptabel. Er fordert Tempo 70 und einen Gehweg, denn die aktuelle Situation sei ein „Sicherheitsstandard aus dem vergangenen Jahrhundert“. Die BH Jennersdorf kündigte jetzt eine neuerliche Überprüfung zu einer möglichen Geschwindigkeitsreduktion an. Die Regeln für Etablierung einer Geschwindigkeitsbegrenzung seien österreichweit gleich und würden nach Paragraf 43 der Straßenverkehrsordnung (StVO) geregelt, erklärt Verkehrsexpertin Katharina Jaschinsky vom VCÖ.