"Rechtsstaatlich fragwürdig war bisher Vieles in dem Fall Maja T. So wollte das Bundesverfassungsgericht die Überstellung von Maja T. von Deutschland nach Ungarn stoppen, doch die Berliner Justiz und die sächsische Polizei schafften in einer Nacht- und Nebelaktion Fakten.
Karlsruhe bestätigte später noch einmal: Maja T. hätte nicht nach Ungarn gebracht werden dürfen. In ungarischen Gefängnissen gebe es immer wieder Diskriminierungen und Gewalt gegen nicht-binäre Personen. Diese Gefahren für wichtige Menschenrechte von Maja T. seien nicht ausreichend geprüft worden. Karlsruhe sprach von einem "tiefgreifenden Grundrechtseingriff"..
Die Anwälte und Angehörigen von Maja T. berichten immer wieder, dass es Maja in der ungarischen Haft schlecht geht. Isolation, Schlafentzug und Videoüberwachung habe es gegeben. Maja T. habe sich in der Anfangszeit der Haft täglich vor den Wärtern nackt ausziehen müssen. 40 Tage war Maja T. im Hungerstreik, um eine Verbesserung der Haftbedingungen zu erreichen - jedoch erfolglos.
...Ein Überwachungsvideo solle beweisen, dass Maja T. bei den Angriffen auf Neonazis beteiligt war. Auf dem Video seien aber nur vermummte Personen und keine Schläge oder ähnliches....."
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/maja-t-urteil-100.html
Statement des Soli-Komitees zum Urteil gegen Maja am 04.02.2026
"Maja wurde heute zu 8 Jahren Haft unter verschärften Haft- und Sicherheitsbedingungen verurteilt. Wir sind das Solidaritätskomitee für Maja, wir sind Familie, Freund*innen und Unterstützer*innen, und wir möchten uns mit unseren Gedanken an euch wenden...."
https://www.basc.news/statement-des-soli-komitees-zum-urteil-gegen-maja-am-04-02-2026/
'Wir danken dir, Maja, dafür, dass du ein so toller, mutiger und solidarischer Mensch bist.
Wir freuen uns, wenn heute und in den nächsten Tagen Menschen in Deutschland und anderswo auf die Straße gehen und gegen dieses ungerechte Urteil protestieren. Wir laden euch herzlich ein, am 7. Februar nach #Jena zu kommen, wo eine Demonstration stattfinden wird.
Unsere volle Solidarität gilt auch Anna und Gabriele, die im selben Verfahren wie Maja in Abwesenheit zu 2 bzw. 7 Jahren Haft verurteilt wurden.'